Was uns mit dem Bergbau verbindet

Schacht

Unser floristisches Können wurde von der RAG immer sehr gewürdigt.  „Michael Klein das Blumenhaus“ wurde als Partner beauftragt, die Dekorationen von Feiern zu gestalten. Bereits vor mehr als 20 Jahren erhielten wir den Auftrag, die Feier zu Ehren der Heiligen Barbara mit Blumenschmuck zu übernehmen. Ob in der Messehalle oder in der Kongresshalle zu einem Benefizkonzert der Bergkapelle, wir hatten immer tolle kreative Ideen und konnten hier mit großem Erfolg unser fachliches Know How umsetzen.

Einmal passierte uns allerdings ein Malheur. Wir bekamen den Auftrag für eine Dekoration an der Decke, unter der am anderen Tag die Bergkapelle aufspielen sollte. Unser Auftraggeber und ich standen im Saal und warteten darauf, dass die auf dem Boden fertiggestellte Dekoration an die Decke hochgefahren werden sollte. Dummerweise verhakte sich ganz oben ein Ast an einem Widerstand und die ganze Dekoration landete auf dem Boden. Unser Auftraggeber neben mir bewegte sich nicht und ich dachte: „OH Herr, lass die Erde aufgehen und mich verschwinden!“. Aber neben mir sagte Herr M. nur ganz leise „das darf morgen aber nicht passieren“. Wir mussten dann doch beide fürchterlich lachen. Die Dekoration am nächsten Tag war traumhaft schön, super fest und wurde unglaublich gelobt.

Der Höhepunkt unserer Aufträge war die feierliche Verabschiedung des Saarbergbaus in Ensdorf. Zu den Gästen zählte unsere ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel, Annegret Kramp-Karrenbauer, Peter Altmaier und viele Prominente. Das machte uns sehr stolz.

Auch zu erwähnen ist:

Vor vielen Jahren war ich als Präsidentin des Floristen Landesverbandes verantwortlich für eine wunderschöne Ausstellung mit Floristen und namhaften Künstlern in den Gebäuden der Grube Göttelborn.

Aber auch in Gelsenkirchen auf dem Grubengelände konnte ich mit dem Van Bebber Team eine Goldmedaille in floraler Gestaltung erhalten.

Schacht

Was verbindet mich persönlich noch mit dem Bergbau und den Bergleuten?

Als kleines Mädchen durfte ich oft meine Oma begleiten. Hand in Hand gingen wir in Merlebach meinen Opa nach der Schicht abholen.  Mein Opa hieß Nikolaus und war – wie wir alle immer sagten – ein richtiger Gruwenikl 😊!

Mich faszinierten diese Männer in ihrer weißen Grubenkluft und den geschwärzten Gesichtern, wenn sie gutgelaunt ausfuhren. Was noch beeindruckend war: Hilfsbereitschaft. Jeder half jedem, egal wo er gebraucht wurde. Und als Mädchen wünschte ich mir später nur einen Mann, der so wäre wie mein Opa.

Am 7.  Februar 1962- ich war da gerade 7 Jahre alt – gab es aber keine fröhlichen Gesichter. An diesem Tag verloren viele meiner Spielkameraden bei dem schweren Grubenunglück in Luisenthal ihren Papa, Opa oder Onkel.

Ich empfinde eine tiefe Verbundenheit mit unserer Bergbaugeschichte.

Abschließend:

Auch in diesem Jahr durften wir zum Gedenktag des Grubenunglücks wieder vier wunderschöne Kränze liefern. Als mein Mann nach getaner Arbeit sein Auto starten wollte, versagte die Batterie.  Ohne viel zu fragen, kamen ihm Männer zu Hilfe und im Nullkommanix wurde das Auto überbrückt und lief wieder.

Michael war sehr beeindruckt von der selbstverständlich geleisteten Hilfe, die ihm wieder einmal zuteilwurde. Diese tollen, hilfsbereiten Männer hatten in den zurückliegenden Jahren immer wieder ohne viele Worte mit angepackt. Uns ist es sehr bewusst, wie wir solche Werte einfach vermissen.

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